Den perfekten Lebenslauf schreiben: Schritt für Schritt
Dein Lebenslauf ist oft der erste Eindruck, den ein Arbeitgeber von dir bekommt – und in vielen Fällen entscheidet er darüber, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie man einen Lebenslauf erstellt, der nicht nur deine Qualifikationen und Erfahrungen optimal präsentiert, sondern auch deine Chancen auf den Traumjob deutlich erhöht. Mit unseren praxisnahen Beispielen und leicht umsetzbaren Tipps kannst du noch heute durchstarten.

5 Regeln für einen gelungenen Lebenslauf
Wenn du einen Lebenslauf schreiben musst, gilt es einige wichtige Regeln zu beachten, die über dein Weiterkommen – oder frühzeitiges Ausscheiden – im Bewerbungsprozess entscheiden können. Dazu gehören neben inhaltlicher Relevanz und aussagekräftigen Formulierungen auch ein passendes Design und ein sauberes Layout, das idealerweise von ATS-Programmen gelesen werden kann. Indem du diese Regeln befolgst, kannst du dich vom Wettbewerb abheben und deine Chancen auf Erfolg verbessern.
Um es dir einfacher zu machen, haben wir die fünf wichtigsten Tipps in einer übersichtlichen Auflistung für dich zusammengestellt, die du ähnlich einer Checkliste abarbeiten kannst:
- Angaben auf die Stellenanzeige zuschneiden: Ein guter Lebenslauf ist immer job-spezifisch. Passe Inhalte, Keywords und Schwerpunkte an die jeweilige Stellenanzeige bzw. das Tätigkeitsprofil an. So stellst du sicher, dass dein CV nicht wie ein beliebig versandtes Standarddokument wirkt. Dadurch erkennen sowohl das Recruiting-Team als auch ATS-Systeme, dass dein Profil wirklich zu den Anforderungen der Stelle passt.
- Ein starkes Kurzprofil verfassen: Das Kurzprofil zeigt auf einen Blick, wer du bist, was du kannst und wohin du willst. Ziel sollte es sein, das Interesse des Lesers nicht nur zu wecken, sondern es auch zu halten. In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Lebensläufe nur wenige Sekunden lang gescannt werden, ist das besonders wichtig. Auch wenn das Kurzprofil gleich zu Beginn kommt, sollte es erst zum Schluss geschrieben werden. Das hilft dir, die wichtigsten Lebenslauf-Inhalte kurz und prägnant zusammenzufassen.
- Klare Struktur, Überschriften und Keywords nutzen: Ein übersichtlicher strukturierter Lebenslauf mit klaren Überschriften, Bullet Points und relevanten Schlüsselwörtern aus der Stellenanzeige oder Jobbeschreibung erhöht die Lesbarkeit für Menschen und für ATS-Systeme. Vermeide uneinheitliche Formatierungen und – außer im Kurzprofil – Fließtexte.
- Wirkung und messbare Ergebnisse zeigen: Beschreibe nicht nur bisherige Aufgaben, sondern auch erzielte Ergebnisse, Erfolge und Verbesserungen. Zahlen und Fakten sprechen eine klare Sprache, vor allem, wenn sie durch relevante Skills, die deine Erfahrung untermauern, ergänzt werden.
- Kurz halten: In den meisten Fällen reicht eine Seite für den Lebenslauf aus, bei mehr Erfahrung sollten es maximal zwei sein. Hier gilt die Faustregel: Fokus schlägt Vollständigkeit. Alles, was nicht relevant ist, kann also ausgelassen werden. Im Zweifelsfall kannst du Informationen, die deines Erachtens nach wichtig sind, auch im Bewerbungsschreiben unterbringen.
Was gehört in einen Lebenslauf – die 5 Hauptbestandteile
Ein klassischer tabellarischer Lebenslauf, wie er im deutschen Sprachraum üblich ist, besteht in der Regel aus fünf Kernbereichen:
- persönliche Daten
- Profil/Zusammenfassung
- Berufserfahrung
- Ausbildung
- Kompetenzen/Skills
Je nach Branche, Dienstalter – Absolventen/Berufseinsteiger bzw. Quereinsteiger, erfahrene Bewerber und Senior-Rollen bzw. Manager – und Situation kannst du optionale Abschnitte, wie z. B. Hobbys und Interessen, Zertifikate, Projekte oder Publikationen, hinzufügen. Mit den Lebenslauf-Vorlagen von Jobseeker geht das ganz einfach, denn die vorgegebenen Felder sind benutzerfreundlich und können intuitiv an die jeweilige Situation angepasst werden.
Die meisten HR-Profis entscheiden innerhalb von 30 Sekunden, ob es sich lohnt, einen Lebenslauf genauer unter die Lupe zu nehmen oder nicht. Er sollte daher also so wirkungs- und gehaltvoll wie möglich sein. So geht's:
Kopfbereich: Persönliche Daten
Der Header steht ganz oben und liefert die wichtigsten Kontaktdaten. Da der Platz im Lebenslauf allgemein eher begrenzt ist, zählt auch bei den persönlichen Daten Relevanz. Alles, was keinen Mehrwert bietet oder zu privat ist – zum Beispiel Familienstand oder Religionszugehörigkeit –, solltest du weglassen.
Typische Inhalte:
- Vollständiger Name (immer)
- Überschrift (z. B. „Online Marketing Managerin“)
- Professionelle E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
- Wohnort
- LinkedIn- oder professionelles Profil
Berlin
•
anna.mueller@example.com
•
+49 170 233 4567
•
linkedin.com/in/anna–mueller
Kurzprofil oder Karriereziel
Ein Kurzprofil fasst Erfahrung und Stärken zusammen und eignet sich für Berufserfahrene, während ein Karriereziel mehr auf deine berufliche Ausrichtung eingeht und sich eher für Studierende oder Quereinsteiger eignet.
Egal, ob du dich für ein Kurzprofil oder ein Karriereziel entscheidest, gehören die Berufserfahrung und oder Studienrichtung und ggf. Spezialisierung ebenso genannt wie die wichtigsten Skills und der Mehrwert, den du dem Unternehmen bringst. Bedenke auch hier wieder, dass der Platz knapp und wertvoll ist und vermeide leere Floskeln.
Zwei bis drei prägnante Sätze sollten ausreichen, um diese wichtigen Informationen knapp und knackig auf den Punkt zu bringen. Wenn du wissen möchtest, wie das genau aussehen soll, dann klick dich durch die verschiedenen Lebenslauf-Beispiele von Jobseeker und lass dich inspirieren!
Zur Orientierung findest du unten jeweils ein Beispiel für ein Kurzprofil und ein Karriereziel.
Kurzprofil | Marketingmanagerin mit fünf Jahren Erfahrung im Performance Marketing, mit Schwerpunkt SEA und datengetriebene Kampagnen. Verantwortlich für Planung, Umsetzung und Optimierung von Kampagnen, die nachweislich den Umsatz gesteigert haben. Strebe danach, mein Know-how in einem dynamischen Team einzubringen und weiter auszubauen. |
Karriereziel | Absolventin der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing und praktischer Erfahrung durch Praktika in SEA und Performance Marketing. Mitwirkung bei Kampagnenplanung, Optimierung und Reporting zur Umsatzsteigerung. Ziel ist es, meine analytischen Fähigkeiten und Marketingkenntnisse in einem praxisnahen Umfeld zu vertiefen. |
Berufserfahrung
Hier zeigst du, welche praktischen Erfahrungen du mitbringst und was du kannst. Entsprechend ist dieser Abschnitt für Arbeitgeber und Personaler am wichtigsten und interessantesten und du solltest die umgekehrt chronologische Reihenfolge nutzen, bei der die aktuellste Position zuerst gelistet wird.
Die folgenden Infos sollten im Abschnitt Berufserfahrung enthalten und übersichtlich dargestellt sein:
- Jobtitel, Unternehmen, Ort
- Zeitraum
- Aufgaben und messbare Erfolge
Stellen, die mehr als 15 Jahre zurückliegen, sind oft nicht mehr wirklich relevant und können daher ausgelassen werden.
Online-Marketingmanagerin
2021
-laufend
Werbehafen AG, Berlin
- Planung, Steuerung und Optimierung von SEA- und Performance-Marketing-Kampagnen, wodurch der Online-Umsatz innerhalb eines Jahres um 22 % gesteigert wurde
- Einführung datengetriebener Analyseprozesse zur Kampagnenauswertung, die zu einer 15 % höheren Conversion-Rate und effizienteren Budgetverteilung führten
- Leitung von kanalübergreifenden Marketingprojekten, inklusive Google Ads, Social Media Ads und E-Mail-Marketing, mit einer Steigerung der Lead-Generierung um 28 %
- Entwicklung und Umsetzung von A/B-Tests zur Optimierung von Landing Pages und Anzeigen, was die Klickrate um 20 % verbesserte
- Schulung und Koordination eines kleinen Teams von Junior Marketing Specialists, wodurch die Projektabwicklung beschleunigt und die Qualität der Kampagnen erhöht wurde
Tipps für einen Lebenslauf als Berufseinsteiger
Wenn du dich ohne bisherige berufliche Erfahrung bewirbst, dann darfst du auch Praktika, Stellen als Werkstudent oder selbst ein Ehrenämter mit aufnehmen. Achte dabei aber immer auf die Relevanz der Erfahrungen für die angestrebte Stelle.
Die folgenden Tipps helfen, auch mit wenig bis keiner Praxis einen aussagekräftigen Abschnitt zur Berufserfahrung zu erstellen, der Personalverantwortliche beeindruckt:
- Vermeide es, zu sehr auf deine Aufgaben einzugehen, und konzentriere dich stattdessen auf deine Fähigkeiten und Erfolge.
- Liste alle bisherigen Tätigkeiten auf, auch wenn du sie für nicht relevant hältst, und zeige, wie sie dir geholfen haben, übertragbare Fähigkeiten zu entwickeln.
- Ziehe einen funktionalen Lebenslauf in Betracht, bei dem deine Fähigkeiten und Qualifikationen im Vordergrund stehen.
Ausbildung
Der Bildungsweg zeigt deine fachlichen Grundlagen und sollte ähnlich wie der Abschnitt zur Berufserfahrung strukturiert sein. Das heißt, die einzelnen Stationen deiner Ausbildung sollten mit den folgenden Informationen versehen sein:
- Abschluss, Institution, Ort
- Abschlussdatum
- Optional: Noten, Auszeichnungen, relevante Schwerpunkte
Die folgende Übersicht zeigt, worauf Berufseinsteiger und Bewerber mit Erfahrung beim Abschnitt „Ausbildung“ achten sollten.
Berufseinsteiger | Bist du ein Berufseinsteiger, dann macht es Sinn, die Ausbildung weiter oben und vor der praktischen Erfahrung zu platzieren. Du solltest auch relevante Studienleistungen, Module oder Auszeichnungen aufführen, wenn sie direkt zum Job passen. Diese Informationen unterstreichen Fähigkeiten und Erfahrungen, die du bereits gesammelt, aber noch nicht im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit eingesetzt hast. |
Bewerber mit Erfahrung | Bewirbst du dich hingegen auf eine Stelle in leitender Funktion oder die eine Spezialisierung erfordert, dann solltest du eine umfassende Liste deiner Qualifikationen und Lizenzen angeben, um deine Eignung nachzuweisen. Neben deinem Abschluss oder Abschlüssen gehören hier auch alle relevanten Zertifikate, Lizenzen oder Mitgliedschaften in Berufsverbänden angeführt. |
Um die Unterschiede greifbarer zu machen, findest du im Folgenden ein konkretes Beispiel dafür, wie der Abschnitt „Ausbildung“ im Lebenslauf aufgebaut sein kann.
Bachelor of Science (B.Sc.) Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Marketing
2019
-2023
Freie Universität Berlin
- Schwerpunktfächer: Marketing, Digitales Marketing, Performance Marketing, Datenanalyse, Konsumentenverhalten
- Praxisprojekte: Entwicklung einer Kampagnenstrategie für ein fiktives Produkt inkl. Budgetplanung, SEA-Strategien und KPI-Definition
- Bachelorarbeit: „Optimierung von Performance Marketing Kampagnen durch datenbasierte Analyse“
- Relevante Zusatzleistungen: Teilnahme an Workshops zu Google Ads, Social Media Advertising und Marketing-Analytics
Fähigkeiten und Kompetenzen
Neben der praktischen Erfahrung und Ausbildung helfen deine Kompetenzen bzw. Skills Recruitern, deine Eignung für eine spezifische Stelle oder Tätigkeit einzuschätzen. Laut einer Umfrage von Jobseeker unter mehr als 1.000 HR-Profis sind Fähigkeiten (63,7%) sogar wichtiger als die richtige Ausbildung (37,7%).
Für die größtmögliche Aussagekraft sollten die genannten Skills jedoch zur Branche und zur Karrierestufe passen und auch auf die Stellenanzeige abgestimmt sein.
- Je nach Branche: spezielle Fachkenntnisse, Sprachkenntnisse oder technisches Wissen
- Je nach Erfahrungsniveau: konkrete technische Fähigkeiten und Soft Skills bzw. übertragbare Fähigkeiten sowie Führungskompetenzen
Achte außerdem darauf, dass die genannten Fähigkeiten die wichtigsten Anforderungen der Position widerspiegeln. Wenn du dich an den Schlüsselwörtern aus dem Tätigkeitsprofil orientierst, zeigt das, dass du dich mit dem Profil auseinandergesetzt hast und hilft zudem, deinen Lebenslauf für ATS zu optimieren.
Wichtig: Es gibt verschiedene Arten von Skills, die auch entsprechend getrennt dargestellt werden sollten. Soft Skills im Lebenslauf sind klar von Hard Skills bzw. erlernten Kompetenzen zu trennen. In der folgenden Tabelle findest du praktische Beispiele, die dir bei der Unterscheidung und Zuordnung deiner eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten helfen sollten:
Hard Skills | Soft Skills | Übertragbare Skills |
Spezifische und messbare Fachkenntnisse, die durch Ausbildung, Weiterbildungen und Berufserfahrung erworben werden. | Persönliche Eigenschaften und Qualitäten, die deinen Arbeitsstil prägen und häufig angeboren sind, jedoch gezielt weiterentwickelt und verbessert werden können. | Auf verschiedene Rollen, Branchen und Arbeitsumgebungen übertragbare Fähigkeiten, ähnlich wie Soft Skills, jedoch mit einem stärkeren beruflichen Fokus. |
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Gerade zwischen Soft Skills und übertragbaren Skills kann es schwierig sein, eine klare Unterscheidung zu treffen. Unsere Jobseeker-App hilft dir daher praktischerweise mit KI-generierten Vorschlägen für verschiedene Kompetenzen, die zu dir ebenso wie zur angestrebten Stelle passen.
Optionale Abschnitte
Zusätzlich zu den fünf hier genannten obligatorischen Abschnitten, die in jeden tabellarischen Lebenslauf gehören, kannst du auch noch optionale Bereiche einfügen, um deinem Lebenslauf Tiefe zu geben oder eine persönliche Note zu verleihen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn die Angaben zur beruflichen Erfahrung recht mager ausfallen. Während Hobbys und Interessen im Lebenslauf durchaus legitim sind, eignen sich im beruflichen Kontext vor allem Sprachkenntnisse, Zertifikate, Ehrenämter oder Auszeichnungen. Je nach Situation kannst du am Ende deines Lebenslaufs zusätzlich folgende optionale Abschnitte aufnehmen:
Zertifikate & Weiterbildungen
Du kannst wichtige Zertifikate und Weiterbildungen natürlich in deinem Ausbildungsabschnitt aufführen, für andere Qualifikationen oder absolvierte Weiterbildungen ist jedoch ein eigener Bereich sinnvoll. Hier kannst du sowohl formale Zertifikate als auch online absolvierte Schulungen und selbstgesteuertes Lernen angeben. Das sieht dann zum Beispiel so aus:
Zertifikate & Schulungen
- Google Ads Search Certification, Google, 2024
- HubSpot Content Marketing Certification, HubSpot Academy, 2023
- SEMrush SEO Toolkit Training, SEMrush, 2021
Projekte & Portfolio
Ein Abschnitt zu wichtigen Projekten ist eine gute Möglichkeit ist, größere Projekte, Kampagnen oder Aktivitäten zu präsentieren, an denen du im Laufe deiner Karriere beteiligt warst. Diese Angaben sind besonders nützlich, wenn du an bedeutenden Projekten innerhalb deines Fachbereichs mitgearbeitet oder diese geleitet hast. Das kann dann so aussehen:
Schlüsselprojekte
- SEA-Performance-Optimierungsprojekt (2024) – Leitung eines umfassenden Optimierungsprojekts für Google Ads mit dem Ergebnis einer Senkung der Cost-per-Acquisition um 25 % bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung von 18 %.
- Kanalübergreifende Kampagnenumsetzung (2023) – Planung und Umsetzung einer Cross-Channel-Kampagne (SEA, Social Ads, E-Mail-Marketing), die die Lead-Generierung um 30 % steigerte und die Markenreichweite deutlich erhöhte.
- Conversion-Rate-Optimierungsinitiative (2022) – Konzeption und Durchführung von A/B-Tests für Landing Pages und Anzeigen, wodurch die Conversion-Rate um 20 % verbessert und die Kampagnenperformance nachhaltig gesteigert wurde.
Portfolios sind dagegen vor allem bei Bewerbungen im kreativen Bereich von Bedeutung, daher sollten sie deine besten und wichtigsten Arbeiten präsentieren. Digitale Portfolios oder eine eigene Webseite eignen sich dafür besonders gut.
Veröffentlichte Arbeiten – sowohl im kreativen als auch im akademischen Bereich – kannst du außerdem in Form von Bullet Points direkt im Lebenslauf angeben.
Sprachen
In einer zunehmend globalisierten Welt sind Fremdsprachenkenntnisse in immer mehr Berufen und Branchen von großem Wert. Unabhängig davon, ob sie zwingend erforderlich oder lediglich wünschenswert sind, bietet ein eigener Abschnitt die Möglichkeit, deine Sprachkenntnisse im Lebenslauf mit dem jeweiligen Niveau klar darzustellen. Wenn sie ein wesentlicher Bestandteil des Anforderungsprofils sind, dann solltest du sie zudem auch in anderen zentralen Abschnitten deines Lebenslaufs erwähnen.
Du kannst dein Sprachniveau entweder mit einer informellen Beschreibung (z.B. Grundkenntnisse, fließend, verhandlungssicher) angeben, ein Sterne-Rating verwenden oder auf einen offiziell anerkannten Standard verweisen. Am bekanntesten ist der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER). Dieses System unterteilt Sprachkenntnisse in sechs Stufen – von A1 (Anfänger) bis C2 (nahezu muttersprachliche Kenntnisse). Eine Auflistung der Sprachen nach dem GER sieht beispielsweise so aus:
Sprachen
Deutsch: Muttersprache
Englisch: C2
Französisch: C1
Auszeichungen & Erfolge
Dieser Abschnitt ist besonders hilfreich für Bewerbungen auf höhergestellte oder Führungspositionen, bei denen du mit vielen erfahrenen Kandidaten im Wettbewerb stehst.
Wenn du Auszeichnungen und bedeutenden Karriereerfolge angibst, hilft dir das, deine Expertise und deine Position in der Branche über die reine Berufserfahrung hinaus zu verdeutlichen. Achte allerdings darauf, nur die relevantesten und wirkungsvollsten Beispiele auszuwählen und diese wie im Beispiel unten in Stichpunkten aufführen:
Auszeichnungen & Erfolge
- Google Ads Excellence Award (Best Performance Campaign), 2023
- Marketing Leader of the Year (Unternehmensinterne Auszeichnung), 2022
Ehrenamt
Ehrenamtliche Tätigkeiten bieten eine gute Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen und praktische Fähigkeiten wie etwa Teamarbeit, Organisationsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz oder Verantwortungsbewusstsein zu demonstrieren, und sollten vor allem dann genannt werden, wenn dir einschlägige Berufserfahrung fehlt.
Wenn du ein Ehrenamt im Lebenslauf angibst, solltest du die Informationen im gleichen Format wie die Berufserfahrung gestalten, also mit Angaben zur Organisation, zum Zeitraum und zum Aufgabengebiet. Das sieht dann so aus:
Ehrenamtliche Tätigkeit
Verein Vierklee e. V.
Ehrenamtliche Marketing-Unterstützung, 04/2022 – 09/2023
- Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Kommunikations- und Marketingmaßnahmen für Vereinsveranstaltungen
- Pflege der Social-Media-Kanäle (Instagram, Facebook) inklusive Beitragserstellung und einfacher Performance-Auswertung
- Erstellung von Flyern und Online-Inhalten zur Steigerung der Reichweite und Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen
- Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Teammitgliedern zur Koordination von Aktionen und Kampagnen
Publikationen & Konferenzen
Angaben zu Publikationen oder Vorträgen auf Konferenzen machen vor allen bei Bewerbungen im akademischen Bereich oder auf Senior-Rollen Sinn. Für akademische Lebensläufe sind sie sogar oft unverzichtbar, denn sie geben Aufschluss darüber, welchen Beitrag du zur fachlichen Diskussion und zum Wissensstand deines Fachgebiets geleistet hast.
Einträge in diesem Abschnitt sollten – wie im Lebenslauf generell – in Stichpunkten aufgeführt werden. Bei Publikationen empfiehlt es sich, ein etabliertes Zitierformat wie die Deutsche Zitierweise, den APA- oder MLA-Stil zu verwenden. Das sieht dann so aus:
Publikationen & Konferenzen
- Müller, A. (2023). Datengetriebenes Performance Marketing: Erfolgsfaktoren für digitale Kampagnen. Marketing Review St. Gallen.
- Vortrag: „SEA und Conversion-Optimierung im E-Commerce“, Online Marketing Konferenz (OMK), Berlin, 2022
Falls einige dieser optionalen Angaben von besonderer Relevanz für die angestrebte Stelle sind, kannst du im Anschreiben noch näher darauf eingehen. Inspiration und Formulierungsvorschläge, die du an deine individuelle Situation anpassen kannst, findest du in unseren Bewerbungsschreiben-Beispielen.
Referenzen
Referenzen im Lebenslauf geben potenziellen neuen Arbeitgebern die Möglichkeit, wichtige Bezugspersonen – Vorgesetzte, ehemalige Professoren, Arbeitskollegen oder Kunden – zu kontaktieren, um sich ein besseres Bild von deiner Arbeitsweise, deinen fachlichen Fähigkeiten und deiner Zusammenarbeit im Team zu machen.
Sie sollten jedoch nur angegeben werden, wenn explizit danach gefragt wird. Alternativ kannst du darauf hinweisen, dass Referenzen auf Anfrage zur Verfügung stehen.
Referenzen:
Max Herre, Head of Marketing, Talking Heads Communications GmbH
(E-Mail und Telefonnummer auf Anfrage)
Im Folgenden findest du ein Beispiel für einen gelungenen Lebenslauf, das du als Grundlage nutzen und individuell anpassen kannst.
Was nicht in den Lebenslauf gehört
Während Informationen zu Ausbildung und beruflicher Erfahrung ebenso wie grundlegende persönliche Daten im Lebenslauf unerlässlich sind, gibt es Angaben, die dort keinen Platz finden. Dazu gehören:
Sensible persönliche Angaben
Angaben zu Geschlecht, Behinderung, politischen Ansichten, Religion, ethnischer Herkunft, Familienstand, Schwangerschaft oder sexueller Orientierung sollten nicht im Lebenslauf erscheinen. Auch das Alter gehört nicht in den Lebenslauf. Ein Bewerbungsfoto ist ebenfalls kein Pflichtbestandteil mehr: Zwar erwarten viele Arbeitgeber nach wie vor ein Foto, rechtlich verpflichtend ist es jedoch nicht. Hintergrund ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das Diskriminierung aufgrund dieser Merkmale verbietet und sicherstellt, dass Bewerbungsentscheidungen ausschließlich auf Qualifikation und Eignung basieren.
Irrelevante Informationen
Grundsätzlich solltest du nur Informationen aufnehmen, die für die angestrebte Position relevant sind. Bewirbst du dich beispielsweise als Außendienstmitarbeiter, kann Mobilität eine Rolle spielen – in diesem Fall kann es sinnvoll sein, Angaben zu Führerschein oder Auto zu machen. Sind diese Informationen für die Stelle jedoch nicht ausschlaggebend, solltest du sie weglassen. Auch irrelevante oder sehr lange zurückliegende Tätigkeiten gehören nicht in den Lebenslauf. Gehaltsvorstellungen werden im Bewerbungsprozess nur dann thematisiert, wenn sie ausdrücklich abgefragt werden – jedoch nicht im Lebenslauf selbst.
Tipp
💡 Im Artikel Reihenfolge und Aufbau Lebenslauf erfährst du, wie du die einzelnen Abschnitte optimal anordnest, um deine Angaben klar strukturiert zu präsentieren und die Aufmerksamkeit von Personalverantwortlichen gezielt auf die wichtigsten Punkte zu lenken.
Häufige Fehler im Lebenslauf
Bestimmte Fehler oder Unstimmigkeiten im Lebenslauf können Personalverantwortliche schnell misstrauisch machen oder dazu führen, dass der Lebenslauf sowohl von digitalen Bewerbermanagementsystemen als auch von Personalern frühzeitig aussortiert wird. Zu den größten Stolpersteinen und Fehlern gehören:
- generischer, nicht auf die Stelle zugeschnittener Lebenslauf
- Lücken im Lebenslauf ohne Erklärung
- übertriebene oder ungenaue Angaben bzw. Lügen im Lebenslauf
- irrelevante oder veraltete Informationen
- widersprüchliche Angaben und Daten
- Rechtschreib- und Grammatikfehler
Solche bewussten oder unbewussten Fehler und Unterlassungen können den Eindruck erwecken, dass du unzuverlässig oder unaufmerksam ist – beides keine vorteilhaften Eigenschaften. Entsprechend reduzieren sie die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch erheblich und wir empfehlen daher immer, jedes Dokument vor dem Absenden doppelt und dreifach zu prüfen. Wenn du die Tools von Jobseeker nutzt, dann kannst du viele dieser Unstimmigkeiten und Versäumnisse vermeiden. Dank vorgegebener Felder und Layouts sind Formatierungsfehler, inkonsistente Datumsangaben oder unübersichtliche Strukturen von Vornherein ausgeschlossen.
Checkliste für den perfekten Lebenslauf
Damit du einen aussagekräftigen und optisch ansprechenden Lebenslauf schreiben kannst, ohne dir dabei dauernd die Haare raufen zu müssen, haben wir zusätzlich zu unseren Tools hier auch noch eine praktische Checkliste zusammengestellt, die du ganz einfach Punkt für Punkt abarbeiten kannst:
Alle relevanten Angaben sind enthalten | |
Die Kontaktdaten sind auf dem aktuellen Stand | |
Der Lebenslauf ist auf die Stelle zugeschnitten | |
Die Kompetenzen sind an das Tätigkeitsprofil angepasst | |
Der Lebenslauf ist auf Rechtschreib-/Grammatikfehler geprüft | |
Der Lebenslauf ist im richtigen Format/als PDF gespeichert | |
Der Lebenslauf passt zum Design des Bewerbungsschreibens (passende Bewerbungsschreiben-Vorlagen auf Jobseeker!) |
Fazit: Richtig durchstarten mit dem perfekten Lebenslauf
Um beruflich richtig durchzustarten und den Bewerbungsprozess erfolgreich zu absolvieren, ist ein professioneller und ATS-optimierter Lebenslauf unerlässlich. Klar, vollständig und individuell auf die Stelle zugeschnitten bringt er deine Stärken schnell auf den Punkt und erhöht deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch deutlich.
Der KI-gestützte Lebenslauf-Generator und weitere Ressourcen wie das Karriereportal von Jobseeker helfen dir, eine Bewerbung zu erstellen, die sich von der Masse abhebt. Jede einzelne unserer Vorlagen überzeugt durch ein ansprechendes Design und eine von HR-Profis geprüfte Struktur, die deine Qualifikationen klar und professionell präsentiert. Außerdem findest du Beispiele für Anschreiben zur Inspiration und kannst deinen bestehenden Lebenslauf oder dein LinkedIn-Profil hochladen, um gezielte Verbesserungsvorschläge zu erhalten.
Melde dich noch heute an und erstelle in wenigen Minuten eine überzeugende Bewerbung, die Eindruck macht.
Wie schreibt man einen Lebenslauf: FAQ
Ein tabellarischer Lebenslauf umfasst idealerweise eine Seite, maximal jedoch zwei Seiten. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Relevanz der Inhalte. Kürze veraltete oder weniger relevante Informationen und konzentriere dich auf die Stationen und Fähigkeiten, die für die gewünschte Position wirklich zählen.
In der Regel ist ein Zeitraum von 10 bis 15 Jahren ausreichend. Ältere Stationen kannst du weglassen oder stark verkürzt darstellen, insbesondere wenn sie für die angestrebte Position nicht mehr relevant sind. Bei sehr langer oder spezialisierter Berufserfahrung können auch weiter zurückliegende Stationen sinnvoll sein – entscheidend ist immer der Bezug zur Stelle.
Ja, es ist auf jeden Fall möglich, mit einem Lebenslauf ohne Erfahrung Personaler zu beeindrucken. Wenn du wenig oder keine Berufserfahrung hast, solltest du den Fokus auf Ausbildung, Praktika, Tätigkeiten als Werkstudent, ehrenamtliches Engagement sowie relevante Fähigkeiten legen. Auch Projekte aus dem Studium oder Weiterbildungen können deine Eignung unterstreichen.
Recruiter legen großen Wert auf Relevanz, Übersichtlichkeit und klare Ergebnisse. Wichtig ist, dass auf den ersten Blick erkennbar wird, ob dein Profil zur Stelle passt. Besonders überzeugen konkrete Erfolge, messbare Resultate und eine klare Struktur. Auch die Anpassung des Lebenslaufs an die jeweilige Position spielt eine zentrale Rolle.
Referenzen solltest du nur dann direkt im Lebenslauf aufführen, wenn sie ausdrücklich in der Stellenanzeige verlangt werden. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn du angibst, dass Referenzen auf Anfrage verfügbar sind. So bleibt dein Lebenslauf übersichtlich und du schützt gleichzeitig die Kontaktdaten deiner Referenzpersonen. Konkrete Referenzen kannst du bei Bedarf später im Bewerbungsprozess nachreichen.
Der Lebenslauf wird meist per E-Mail versendet oder über ein Online-Bewerbungsformular hochgeladen. Als Dateiformat solltest du daher, sofern nicht ausdrücklich anders gefordert, immer PDF wählen. Das stellt sicher, dass dein Lebenslauf auf allen Geräten gleich dargestellt wird und vor ungewollten Änderungen geschützt ist. Achte außerdem auf einen Dateinamen, der klar zugewiesen werden kann, z. B. Lebenslauf_Max_Mustermann.pdf.
Im deutschsprachigen Raum werden die beiden Begriffe synonym für den Lebenslauf verwendet. Arbeitgeber in Großbritannien verwenden meist die Bezeichnung CV, während in den USA und Kanada Resume üblicher ist. In Nordamerika ist ein CV in der Regel ein längeres Dokument, das meist für akademische oder leitende Positionen genutzt wird. Diese Unterscheidung zwischen CV und Resume ist besonders im akademischen Umfeld sowie bei Bewerbungen im englischsprachigen Ausland wichtig.
Beeindrucke Arbeitgeber mit deinem Lebenslauf
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