Führerschein im Lebenslauf: wo & wie angeben?
Von Christina Leitner, Autorin • Zuletzt aktualisiert am 23. April 2026

Sollte man den Führerschein im Lebenslauf angeben?

Ein Führerschein im Lebenslauf wirkt oft wie ein Detail – kann aber je nach Position den Unterschied machen und deine Einsatzbereitschaft sowie Mobilität gezielt unterstreichen.

In diesem Artikel findest du die wichtigsten Orientierungspunkte, um die Angabe deines Führerscheins im Lebenslauf sinnvoll einzuordnen:

  1. Wann lohnt es sich, den Führerschein im Lebenslauf anzugeben – und wann eher nicht?
  2. Welche Rolle spielen spezielle Fahrerlaubnisse wie Lkw- oder ADR-Scheine?
  3. Und wie präsentierst du diese Angaben überzeugend?

Solltest du einen Führerschein im Lebenslauf angeben – ja oder nein?

Die Angabe des Führerscheins im Lebenslauf ist weder zwingend erforderlich noch gesetzlich vorgeschrieben. In Berufen, in denen Mobilität oder Fahrkenntnisse wichtig sind – etwa im Außendienst, Handwerk oder in der Logistik – kann sie jedoch sinnvoll sein. So erkennen Arbeitgeber auf einen Blick erkennen, dass du als Bewerber einsatzbereit und flexibel bist.

Wann macht es Sinn, den Führerschein im Lebenslauf zu nennen?

Informationen zum Führerschein können nicht nur bei bestimmten Tätigkeiten, sondern auch in speziellen Situationen ein Plus für den Bewerber sein, da sie Einsatzbereitschaft, Mobilität und Flexibilität unterstreichen. Gib deinen Führeschein im Lebenslauf an, wenn:

  • in der Stellenanzeige explizit ein Fahrausweis verlangt wird
  • für die Tätigkeit Mobilität bzw. ein Pkw essenziell ist
  • für die Stelle eine spezielle Fahrerlaubnis Pflicht ist
  • bei Schichtarbeit hohe Flexibilität und Pendeln außerhalb der üblichen ÖV-Zeiten erfordert wird
  • die Stelle schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist

Wann sollte man den Führerschein nicht im Lebenslauf nennen?

Grundsätzlich schadet es nicht, den normalen Führerschein der Klasse B im Lebenslauf zu nennen. Bei speziellen Führerscheinklassen sollte die Angabe jedoch nur erfolgen, wenn sie für die angestrebte Position relevant ist.

Es empfiehlt sich, auf die Nennung von Führerscheinen zu verzichten, wenn:

  • Sie für die ausgeschriebene Stelle keinen Mehrwert bieten
  • Sie vor allem aus privaten Gründen erworben wurden
  • Ihre Erwähnung möglicherweise ein negatives Bild erzeugen könnte

Wie gibt man im Lebenslauf seinen Führerschein an?

Du hast dich entschieden, deinen Führerschein im Lebenslauf anzugeben, fragst dich aber, wo und wie du das am besten machst? 

Ist der Führerschein für die angestrebte Tätigkeit relevant bzw. Voraussetzung – etwa im Außendienst, Lieferverkehr oder in der Logistik – dann solltest du Informationen dazu klar und gut sichtbar platzieren. Je nach Aufbau des Lebenslaufs finden die entsprechenden Informationen an unterschiedlicher Stelle Platz:

  1. In der Rubrik „Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten”, respektive „Persönliche Kompetenzen”, zum Beispiel: Führerscheine: Kategorie B und C 
  2. Als eigener Abschnitt, vor allem, wenn der Führerschein Voraussetzung für den Job ist oder mehrere Klassen relevant sind
  3. Bei deinen persönlichen Angaben: nach Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und allenfalls weiteren Angaben

Die Angabe nimmt im Vergleich zu anderen Inhalten wenig Platz ein und ist meist keine große Sache. Vergewissere dich einzig, dass du die richtige Kategorie angibst und überprüfe auch, ob dein(e) Fahrausweise immer noch gültig sind. Denn gerade spezielle Ausweise zur Inbetriebnahme von anderen Kraftfahrzeugen als Pkw müssen teilweise nach einigen Jahren wieder erneuert werden.

Optionen

Vorteile

Nachteile

Besondere Kenntnisse / Persönliche Kompetenzen

Übersichtliche Einbindung mit anderen Fähigkeiten

Kann übersehen werden, wenn die Rubrik lang ist

Eigener Abschnitt „Führerschein“

Sehr sichtbar, besonders wenn FS Voraussetzung für den Job ist

Nimmt zusätzlichen Platz ein

Unter persönliche Angaben

Direkt am Anfang sichtbar

Kann überladen wirken, wenn persönliche Angaben umfangreich sind

Tipp: Du möchtest bei der Darstellung des Führerscheins im Lebenslauf auf Nummer sicher gehen? Nutze unsere Lebenslauf-Beispiele und -Muster, die bereits einen Bereich für den Führerschein enthalten, um deine Mobilität professionell hervorzuheben und direkt beim Arbeitgeber zu zeigen, dass du startklar bist.

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Wie sollte man den Führerschein formulieren?

Die Formulierung des Führerscheins im Lebenslauf sollte klar, knapp und relevant sein. Es reicht, die Klassen anzugeben – zusätzliche Details wie Automarken oder das Datum des Erwerbs bzw. der Führerscheinprüfung sind nicht notwendig und wirken unprofessionell. So gelingt die Darstellung:

  • Führerschein Klasse B, eigener PKW vorhanden – ideal, wenn Mobilität für die Position wichtig ist
  • Führerschein Klasse B – Standardangabe für allgemeine Berufe
  • Führerschein C + Fahrerkarte – relevant für Lkw- oder Logistikpositionen

Negativbeispiel: „Führerschein Klasse B – Toyota Corolla“ → unnötige Angaben, die die Darstellung unprofessionell wirken lasse

Das sagen die Daten:

55,2 % aller HR-Experten sind der Meinung, dass relevante Keywords Voraussetzung sind, damit der Lebenslauf in digitalen Bewerbermanagementsystemen weiterkommt. In diesem Sinne gilt: Wird der Führerschein in der Stellenausschreibung erwähnt, dann sollte er im Lebenslauf unbedingt genannt werden.

Welche speziellen Führerscheinklassen solltest du angeben?

Für viele Berufe reicht der klassische Pkw-Führerschein der Klasse B nicht aus. Besonders in Bereichen, in denen spezielle Fahrzeuge gefahren werden müssen, ist der entsprechende Führerschein oft Voraussetzung oder zumindest ein großes Plus im Lebenslauf. Entsprechende Angaben dazu im Lebenslauf zeigen Personalern und Arbeitgebern sofort, dass du die für die Tätigkeit erforderlichen Qualifikationen mitbringst.

Besondere Führerscheinklassen, die im Lebenslauf angegeben werden sollten, sind zum Beispiel:

  • Lastkraftwagen: Führerschein C, CE, C1, C1E
  • Bus: Führerschein D, DE, D1, D1E
  • Landwirtschaftsmaschinen: Führerschein L, T
  • Weitere relevante Fahrerlaubnisse: Fahrgastbeförderung, Gabelstaplerschein, Gefahrgutführerschein, Fahrerkarte

Beachte bitte, dass die in Deutschland geltenden Bezeichnungen sich in der Schweiz und in Österreich leicht unterscheiden können.

In den meisten Fällen wird in der Stellenbeschreibung explizit nach gewissen Spezialführerscheinen verlangt. Aber auch falls dies einmal nicht der Fall ist, solltest du die offensichtlich relevanten Fahrzeugausweise unbedingt in deinem Lebenslauf angeben.

Welche Lizenzen solltest du nicht auflisten?

Nicht jeder Führerschein oder jede Lizenz ist im Lebenslauf relevant. Grundsätzlich gilt: Es gehören nur solche Qualifikationen angegeben, die einen direkten Bezug zur angestrebten Tätigkeit haben. Angaben zu unnötigen oder privaten Lizenzen tragen nicht nur dazu bei, den Lebenslauf unnötig zu verlängern, sondern sie wirken zudem auch unprofessionell.

Beispiele für Lizenzen, die du nicht auflisten solltest:

  • Bootsführerschein oder Segelschein (sofern nicht beruflich relevant)
  • Motorradführerschein, wenn der Job keine Mobilität auf zwei Rädern erfordert
  • Auf Hobbys bezogene Lizenzen oder Zertifikate, z. B. für Modellflugzeuge oder Sportgeräte
  • Temporäre oder abgelaufene Fahrerlaubnisse

Führerschein auch im Anschreiben und als Kopie der Bewerbung beifügen?

Bei Bewerbungen auf bestimmte Stellen, zum Beispiel als Lkw-Fahrer, kann die Angabe spezieller Führerscheinklassen sinnvoll sein. In solchen Fällen ist es oft sinnvoll, eine Kopie des Führerscheins beizufügen – bei einem normalen Pkw-Führerschein hingegen nicht nötig.

Im Anschreiben ist die Erwähnung eines Führerscheins meist überflüssig, außer eine spezifische Fahrerlaubnis wird als Voraussetzung in der Stellenausschreibung genannt. Dann genügt ein kurzer Hinweis auf die relevante Führerscheinklasse.

Sollte man auch das eigene Auto im Lebenslauf erwähnen?

Neben dem Führerschein ist auch das eigene Auto im Lebenslauf ein Thema, das für Verunsicherung sorgen kann. Auch hier gilt: Grundsätzlich ist die Angabe optional, sie kann aber in bestimmten Fällen ein Vorteil sein, insbesondere wenn Mobilität für die angestrebte Position eine wichtige Rolle spielt. Arbeitgeber erkennen dadurch sofort, dass du flexibel einsetzbar bist und ggf. Dienstfahrten übernehmen kannst.

Situationen, in denen die Angabe eines eigenen Autos sinnvoll sein kann:

  • Bewerbungen für Außendienstpositionen oder bei Kurier- und Lieferdiensten
  • Jobs, bei denen Kundenbesuche oder regelmäßige Fahrten zwischen Standorten erforderlich sind
  • Tätigkeiten in ländlichen Regionen ohne gute öffentliche Verkehrsanbindung
  • Wenn die Stellenausschreibung explizit Mobilität verlangt

Während du vermutlich auf ein Auto angewiesen bist, wenn du auf dem Land wohnst oder dich aus gewissen Gründen nicht auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen kannst, haben Stadtbewohner meist alternative Möglichkeiten. Den Arbeitgeber interessiert es allerdings wenig, ob du mit dem eigenen Auto, dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreist. In diesen Fällen kannst du zwar Angaben zu deinem Führerschein machen, den Besitz eines Autos musst du aber nicht erwähnen.

Tipp

Gerade wenn du auf dem Land lebst oder dein Wohnort abgelegen ist, kann die Angabe des Pkw-Führerscheins in der Bewerbung nur von Vorteil sein, andernfalls könnte der Arbeitgeber von einer eingeschränkten Mobilität ausgehen. Dasselbe gilt, wenn der Arbeitsort abgelegen ist - in solchen Fällen stellt der Führerschein im Lebenslauf sicher einen Mehrwert dar.

Fazit: Der Führerschein gehört praktisch immer in den Lebenslauf

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in 90 Prozent der Fälle die Angabe des Führerscheins und allfälliger spezieller Fahrerlaubnisscheine sinnvoll ist. Schließlich handelt es sich für den potenziellen Arbeitgeber um eine nützliche – manchmal sogar entscheidende – Information.

Dennoch: Ein Führerschein allein macht in der Regel noch nicht den entscheidenden Unterschied aus, ob du eine Stelle bekommst oder nicht.

Eine Ausnahme bilden die erwähnten Berufe wie Lkw-Fahrer oder Gabelstaplerfahrer, bei denen spezielle Führerscheinklassen ausdrücklich gefordert werden. Auf Jobseeker findest du verschiedene Lebenslauf-Vorlagen, in denen die verschiedenen Abschnitte bereits vorgegeben sind und wo du deinen Führerschein und alle anderen Daten einfach nur noch in die vorhandenen Felder eingeben musst.

Artikel, Tipps und Informationen zu weiteren Themen rund um die Bewerbung findest du in unserem Karriereportal. Hier geben wir Antworten auf Fragen, die Jobsuchende im Bewerbungsprozess bewegen – angefangen von Daten und Fakten aus der HR-Welt über die richtige Länge des Bewerbungsschreiben bis hin hin zu praktischen Lebenslauf-Beispielen und -Mustern in verschiedenen Sprachen.

Häufig gestellte Fragen zum Führerschein im Lebenslauf

Soll ich einen in Arbeit befindlichen Führerschein in meinem Lebenslauf aufführen?

Nein, einen Führerschein, den du noch nicht erworben hast, solltest du nicht im Lebenslauf angeben. Es ist wichtig, nur gültige und vorhandene Führerscheinklassen aufzulisten, da Angaben zu noch laufenden Führerscheinen als ungenau oder irreführend angesehen werden könnten. Wenn die Fahrerlaubnis jedoch bald abgeschlossen ist, kannst du dies in einem persönlichen Gespräch oder im Anschreiben erwähnen, ohne konkrete Angaben im Lebenslauf zu machen. Sieh dir dazu unsere Bewerbungsschreiben-Beispiele an.

Sollte man auch das eigene Auto im Lebenslauf erwähnen?

Die Angabe eines eigenen Autos ist optional, kann aber in bestimmten Situationen von Vorteil sein. Es macht Sinn, wenn du dich auf Außendienstpositionen oder bei Kurier- und Lieferdiensten bewirbst, regelmäßige Kundenbesuche oder Fahrten zwischen Standorten erforderlich sind, du in ländlichen Regionen ohne gute öffentliche Verkehrsanbindung arbeitest oder die Stellenausschreibung explizit Mobilität verlangt. Eine Angabe ist überflüssig, wenn es sich um Büro- oder administrative Tätigkeiten ohne Mobilitätsanforderung handelt, dein Führerschein bereits ausreichend ist und du in einer Stadt lebst, in der öffentliche Verkehrsmittel leicht nutzbar sind.

Braucht man eine Kopie des Führerscheins in der Bewerbung?

Eine Kopie des Führerscheins wird nur in bestimmten Fällen benötigt, z. B. bei Lkw-Fahrern oder Jobs, bei denen spezielle Fahrerlaubnisse Voraussetzung sind. Bei einem normalen Pkw-Führerschein ist eine Kopie meistens nicht erforderlich. Im Anschreiben solltest du den Führerschein nur erwähnen, wenn eine bestimmte Klasse ausdrücklich in der Stellenausschreibung gefordert wird.

Was tun, wenn der Führerschein aktuell verloren oder entzogen ist?

Wenn dein Führerschein vorübergehend nicht verfügbar ist, solltest du dies im Lebenslauf nicht erwähnen. Gib stattdessen an, welche Klassen du besitzt und wann du voraussichtlich wieder im Besitz des Dokuments bist. Für Bewerbungen bei Jobs mit Mobilitätsanforderungen solltest du im Anschreiben kurz erklären, dass der Führerschein derzeit nicht verfügbar ist, aber nach Erwerb oder Wiedererteilung uneingeschränkt nutzbar sein wird – wie's geht, zeigen unsere Bewerbungsschreiben-Vorlagen.

Sollte ich das Autofahren als Fähigkeit in meinem Lebenslauf angeben?

Grundsätzlich wird das Autofahren nicht als eigenständige Fähigkeit im Lebenslauf genannt – der Führerschein selbst genügt, um Mobilität zu belegen. Es reicht, die vorhandenen Führerscheinklassen anzugeben. Zusätzliche Angaben wie „Autofahren“ oder „fahrbereit“ sind überflüssig und wirken unprofessionell. Bei speziellen Jobs kann jedoch ein Hinweis auf Erfahrung mit bestimmten Fahrzeugen oder Lkw-/Bus-Führerscheinen sinnvoll sein.

Ja, wenn du über einen ausländischen Führerschein verfügst, der für die angestrebte Tätigkeit relevant ist, solltest du ihn im Lebenslauf angeben. Dabei reicht es, die Klasse und ggf. das Land zu nennen, ohne detaillierte Angaben wie Ablaufdatum oder Ausstellungsort. Dies zeigt Arbeitgebern, dass du mobil und flexibel einsetzbar bist.

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Autorin
Christina Leitner, freiberufliche Journalistin und Texterin, gibt ihre langjährige Erfahrung im Bewerbungscoaching in Form praktischer Tipps und leicht lesbarer Artikel an Jobsuchende – vom Absolventen bis zur Wiedereinsteigerin – weiter.

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