LinkedIn und Social Media im Lebenslauf angeben – Anleitung
LinkedIn, XING, GitHub oder Instagram – gehören Social-Media-Profile in den Lebenslauf? Richtig eingesetzt können sie deine Bewerbung stärken und Recruitern zusätzliche Einblicke in deine Fähigkeiten, Projekte und beruflichen Erfahrungen geben.

Immer mehr Arbeitgeber nutzen Plattformen wie LinkedIn oder XING, um Kandidaten zu recherchieren und neue Talente zu finden. Doch nicht jedes Social-Media-Profil gehört automatisch in den Lebenslauf. Während berufliche Netzwerke und Portfolios deine Bewerbung aufwerten können, wirken private oder unpassende Profile schnell unprofessionell.
In diesem Artikel erfährst du:
- Welche Social-Media-Plattformen sich für den Lebenslauf eignen
- Wann LinkedIn, XING oder GitHub einen Mehrwert bieten
- Wo und wie Social-Media-Links im Lebenslauf angegeben werden
- Beispiele für professionelle Verlinkungen im Lebenslauf
Gehören Social-Media-Profile in den Lebenslauf?
Ob Social-Media-Profile in den Lebenslauf gehören, hängt stark von der Branche, der Position und der jeweiligen Plattform ab. Während berufliche Netzwerke und Portfolios Recruitern zusätzliche Einblicke in deine Fähigkeiten geben können, wirken private oder irrelevante Profile oft eher kontraproduktiv.
Social-Media-Profil im Lebenslauf angeben? | Ja, wenn... | Lieber weglassen, wenn... |
LinkedIn / XING | du ein aktuelles und professionelles Profil hast | das Profil unvollständig oder veraltet ist |
GitHub | du als Entwickler oder in der IT arbeitest | keine relevanten Projekte vorhanden sind |
Behance / Dribbble | du kreative Arbeiten präsentieren möchtest | das Portfolio nicht gepflegt wird |
Instagram / YouTube | die Inhalte beruflich relevant sind | der Account überwiegend privat genutzt wird |
Facebook / TikTok / Snapchat | die Erstellung von Inhalten auf diesen Plattformen Teil deiner Arbeit ist, anderenfalls eher verzichtbar | die Inhalte privat oder nicht berufsbezogen sind |
Künstler, Designer oder Entwickler können Personalern durch passende Plattformen erste Einblicke in ihre Arbeit geben. Gleichzeitig gilt: Verlinke nur Profile, die deine Bewerbung stärken und einen professionellen Eindruck vermitteln.
Vor- und Nachteile von Social-Media-Links im Lebenslauf
Ob LinkedIn, GitHub oder Instagram – nicht jede Verlinkung ist automatisch ein Pluspunkt. Entscheidend ist, ob das Profil für die angestrebte Stelle relevant ist und einen professionellen Eindruck vermittelt. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vor- und Nachteile von Social-Media-Links im Lebenslauf.
Vorteile
- Vermittelt Transparenz und Authentizität
- Recruiter können mit einem Klick mehr über dich erfahren
- Platzsparender Verweis auf Publikationen oder Werke
- Bekräftigt positiven Eindruck der Unterlagen
- Demonstriert Vernetzung in der Branche, Referenzen
Nachteile
- Unprofessionelle Postings schaden eher
- Schlechter Schreibstil oder gefährliche Hobbys können abträglich wirken
- Du bist „falsch“ vernetzt und der Arbeitgeber befürchtet Interessenkonflikte
- Polarisierende Äußerungen oder Kritik am derzeitigen Arbeitgeber
- Verlinkung ist irrelevant oder wirkt eher befremdlich
Beispiele für Social Media Links im Lebenslauf
Ein Link zu einem professionellen Social-Media-Profil lässt sich direkt im Kopfbereich des Lebenslaufs platzieren. Das folgende Beispiel zeigt, wie das aussehen kann.
Blumenweg 15, 89123 Gerblingen
•
gabriele.volkers@example.com
•
0172 / 123 456 7
•
linkedin.com/in/gabriele–volkers
Mit den Lebenslaufvorlagen von Jobseeker ist es ganz einfach, Links zu Konten in sozialen Medien in den Kopfbereich deines Lebenslaufs aufzunehmen. Im nachfolgenden Lebenslauf (und seinen verschiedenen Varianten) siehst du, wie das in der Praxis aussieht.
Welche Social Media solltest du im Lebenslauf angeben?
Verlinkungen zu relevanten Plattformen können deinen Lebenslauf aufwerten, jedoch nur, wenn dies für die Stelle angemessen ist, auf die du dich bewirbst. Einige Plattformen wie LinkedIn und XING bieten sich fast immer an, Pinterest oder Instagram hingegen sind nur für bestimmte Jobs ein Pluspunkt. Nachfolgend beleuchten wir die gängigsten Social-Media-Plattformen etwas genauer.
1. LinkedIn
LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk und hat sich bei Personalern und Bewerbern als wichtiges Networking-Tool etabliert. Auch viele Recruiter und Headhunter betreiben ihre Suche hauptsächlich über diese Plattform. Über einen Link zu deinem LinkedIn-Profil im Lebenslauf können Personalverantwortliche mit einem einzigen Klick deine beruflichen Stationen noch einmal nachvollziehen und einen Blick auf deine besonderen Fähigkeiten und Erfolge werfen, wodurch deine Glaubwürdigkeit steigt und sich der Gesamteindruck von dir festigt.
Experten-Tipp:
Eine spezielle Software ermöglicht es Nutzern, aus dem eigenen Profil automatisiert einen Lebenslauf zu erstellen und direkt auf LinkedIn zu veröffentlichen. Dieses Tool ist zwar praktisch, wir empfehlen jedoch, dass du selbst einen aussagekräftigen Lebenslauf gestaltest, den du dann ebenfalls hochladen kannst.
Jobsuchende haben die Möglichkeit, ihren Lebenslauf direkt hochzuladen, um ihn interessierten Arbeitgebern zur Verfügung zu stellen. Zudem können sie Stellenanzeigen durchforsten und bei Interesse ihre Daten direkt beim Arbeitgeber eingeben.
Wenn du dich dafür entscheidest, einen Link zu deinem LinkedIn-Profil in deinen Lebenslauf einzubetten, achte bitte auf Folgendes:
- Dein Profil sollte vollständig (keine Lücken) und auf dem neuesten Stand sein.
- Verwende deinen echten Vor- und Zunamen für dein LinkedIn-Konto und keinen Fantasienamen.
- Die Angaben in deinem Profil sollten sich mit denen im Lebenslauf decken.
- Banner und Foto sollten professionell sein und optisch harmonieren. Du kannst auch dein Bewerbungsfoto aus dem Lebenslauf verwenden, falls du dort eines beigefügt hast. Dies steigert den Wiedererkennungseffekt und unterstreicht deine persönliche Marke.
- Verwende eine personalisierte URL zu deinem Profil, zum Beispiel linkedin.com/in/max–mustermann (statt: linkedin.com/in/max–mustermann–a1b2c3d4). Erstens sticht dein Name besser hervor und zweitens erschließt sich der Zweck des Links besser.
Wenig genutzt wird LinkedIn bei handwerklichen und anderen „analogen” Berufen, in denen weder das Internet, noch EDV- oder Marketingkenntnisse eine Rolle spielen. Dementsprechend macht auch eine Verlinkung im Lebenslauf wenig Sinn.
2. XING
XING versteht sich ebenso wie LinkedIn als berufliches Netzwerk, ist jedoch primär auf den deutschsprachigen Raum Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) ausgerichtet. Dementsprechend wird die Plattform auch weniger genutzt, sodass eine Verlinkung im Lebenslauf genau überlegt werden sollte. Wenn du eher eine internationale Karriere anstrebst oder bereits eingeschlagen hast und dein Herz für Weltkonzerne schlägt, ist XING für dich weniger gut geeignet.
Doch gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen hat XING durchaus einen gewissen Stellenwert und so lassen sich hier durchaus auch interessante Stellenanzeigen finden. Es kann mitunter also interessant für dich sein, dort ein aussagekräftiges Profil zu erstellen, damit regionale Recruiter und Personaler, beispielsweise in mittelständischen Unternehmen, dich dort finden können.
3. GitHub
GitHub wird vor allem von Programmierern und Entwicklern für den Austausch von Code, die Zusammenarbeit an Softwareprojekten oder die Verwaltung von Codedateien genutzt. Mit einer Verlinkung von GitHub in deinem Lebenslauf kannst du Personalern schnell und anschaulich dein fachliches Know-how demonstrieren und dich so von Bewerbern abgrenzen, die dies nicht tun. Auf keinen Fall solltest du dein Profil jedoch freigeben, wenn die dort enthaltenen Arbeitsbeispiele vertraulich sind.
4. Behance/Dribbble
Behance, die Online-Plattform von Adobe, wird vor allem von Grafikdesignern und UI/UX-Designern verwendet, um Werke, Fotografie, Illustrationen und 3D in Portfolios zu präsentieren, sich zu vernetzen und nach Jobs Ausschau zu halten.
Ähnlich ist es bei Dribbble: Diese Plattform richtet sich primär an Designer und Kreative und dient ebenfalls dazu, Arbeiten zu präsentieren. Eine Verlinkung im Lebenslauf bietet sich also an, wenn du in diesem Sektor aktiv bist und deine Bewerbungsunterlagen schlank halten möchtest.
5. Instagram/YouTube/Pinterest
Instagram (IG) bietet hervorragende Möglichkeiten, deine persönliche Marke aufzubauen, Arbeitsproben zu teilen und deine Fähigkeiten im Umgang mit Inhalten zu präsentieren. Die Anzahl der Follower ist besonders in Branchen wie Marketing, Social Media und Content-Erstellung relevant und eine Art Aushängeschild. Wenn dein Auftritt auf IG jedoch nichts mit der Stelle zu tun hat, auf die du dich bewirbst, verzichte lieber auf den Link.
YouTube ist in den letzten Jahren ein immer wichtigeres Tool für Unternehmen und Marken geworden und hat sich zunehmend professionalisiert. Wenn du also eine Stelle in einer Branche wie Marketing oder im digitalen Medienbereich anstrebst, dann kann eine Verlinkung auf einen eigenen YouTube-Kanal durchaus sinnvoll sein – wenn dieser denn relevant und qualitativ hochstehend ist. Damit zeigst du nicht nur eine kreative Seite, sondern stellst auch gewisse digitale Kenntnisse unter Beweis.
Profi-Tipp:
Wenn du deiner Bewerbung eine persönliche Note verleihen möchtest, dann kannst du zudem ein Bewerbungsvideo erstellen, in dem du deine Motivation und Eignung in einer persönlichen Nachricht ausdrückst. Dieses Video kannst du dann zum Beispiel auf YouTube hochladen und bei deiner Bewerbung auf eine neue Stelle teilen, indem du den Link zu deinem YouTube-Profil im Lebenslauf angibst.
Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine und ein soziales Netzwerk, das vor allem bei Grafikdesignern, Künstlern und Kreativen beliebt ist. Über dein Pinterest-Profil können Personaler dein Portfolio und deine Arbeitsweise kennenlernen. Eine Verlinkung im Lebenslauf macht Sinn, wenn du dich im Bereich Mode, Inneneinrichtung oder Kochkunst bewirbst. Für eine Bewerbung als Lagerist oder Rechtsanwaltsfachangestellte ist der Link nicht hilfreich.
Welche Social Media solltest du besser weglassen?
Facebook, TikTok, Snapchat und X sind in der Regel zu privat und das Risiko, dass dort unprofessionelle Inhalte zu finden sind, ist extrem hoch. Eine Verlinkung in deinem Lebenslauf zu diesen oder ähnlichen Social-Media-Plattformen dürfte eher kontraproduktiv sein. Personalchefs möchten den zukünftigen CEO nicht unbedingt auf dem Tisch tanzen sehen oder missgünstige Beiträge von der neuen Seelsorgerin lesen. Persönliche Fotos, Videos und Kommentare haben in der Bewerbung – auch nicht in verlinkter Form – nichts verloren.
Profi-Tipp:
Bedenke, dass Recruiter Bewerber mitunter auch dann im Netz recherchieren, wenn diese keinen Link zu einem Social-Media-Profil angegeben haben. Achte deshalb stets darauf, dass du private Inhalte in den sozialen Medien als privat kennzeichnest, sodass sie nicht für jeden beliebigen Nutzer aufrufbar sind. Umgekehrt sollte dein LinkedIn- oder XING-Profil für Unternehmen und Recruiter sichtbar sein.
Wo und wie werden LinkedIn und Social Media im Lebenslauf angegeben?
Wenn du dich dafür entschieden hast, einen Link zu einem geeigneten Social-Media-Profil in deinen Lebenslauf aufzunehmen, stellt sich die Frage, wohin damit? Folgende Stellen bieten sich an:
Position | Wann sinnvoll? |
Kopfzeile | Für LinkedIn oder XING, zusammen mit den Kontaktdaten |
Kontaktdaten | Wenn du deine Profile gesammelt an einer Stelle aufführen möchtest |
Berufliche Station | Wenn ein konkretes Projekt oder Portfolio auf der Plattform präsentiert wird |
Sobald du den Link zu deinem Social-Media-Profil in deinen Lebenslauf aufgenommen hast, kannst du in deinem Bewerbungsschreiben ebenfalls darauf aufmerksam machen – besonders dann, wenn du über ein kreatives Portfolio oder ein konkretes Projekt verfügst, das deine Eignung für die Stelle unterstreicht. Lass dich von unseren Bewerbungsschreiben-Beispielen und anpassbaren Bewerbungsschreiben-Vorlagen inspirieren.
Checkliste und Tipps für professionelle Profile
Egal, auf welcher Social-Media-Plattform du ein Profil hast: Die Verlinkung im Lebenslauf muss einen Mehrwert darstellen. Achte deshalb darauf, dass dein Profil folgende Merkmale erfüllt:
Die gewählte Plattform passt zum Unternehmen/zum Job/zur Branche. | |
Der Link zu deinem Konto funktioniert (vorher testen!). | |
Du verwendest eine kurze und personalisierte URL. | |
Dein Profil ist professionell, aktuell, vollständig und exakt (Zeiträume, Kontaktdaten usw. sind richtig angegeben). | |
Es ist deckungsgleich mit deinem Lebenslauf. | |
Es ist frei von Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehlern. | |
Dein Foto ist aktuell und vom Profi. | |
Deine Beiträge und Kommentare sind relevant und sachlich. |
Überlege dir stets, ob eine Verlinkung zu einem Social-Media-Profil für die betreffende Bewerbung überhaupt sinnvoll ist. Willkürlich eingebettete Links (noch dazu zu nichtssagenden Profilen) schmälern eher die Wirkung deines Lebenslaufs, statt sie zu untermauern.
Social-Media-Profil im Lebenslauf angeben – das Wichtigste in Kürze
Das Einfügen von Links zu Social-Media-Profilen wertet deinen Lebenslauf auf, wenn die jeweilige Plattform in der Branche üblich ist, deine Daten ansprechend und korrekt aufbereitet sind und sie Personalern ein vollständigeres und positives Bild von dir vermitteln. Social-Media-Links gehören zu den Kontaktdaten, du kannst sie aber zusätzlich auch an anderer Stelle einbauen, zum Beispiel um auf Arbeitsproben zu verweisen.
Auf Jobseeker findest du leistungsstarke Tools, mit denen du deine Social-Media-Links ganz einfach in den Lebenslauf oder dein Bewerbungsschreiben einfügen kannst und die dir bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen wertvolle Unterstützung leisten. Solltest du trotzdem einmal nicht weiter wissen, findest du in unseren zahlreichen Beiträgen rund um Job und Bewerbung mit Sicherheit eine passende Antwort.
Beeindrucke Arbeitgeber mit deinem Lebenslauf
Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung in kürzester Zeit zum professionellen Lebenslauf.






