Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben
Von Christina Leitner, Autorin • Zuletzt aktualisiert am 1. Juli 2026

Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben – Beispiele & Tipps

Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben ist deine letzte Chance, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Mit wenigen Worten kannst du Selbstbewusstsein, Motivation und Professionalität vermitteln – oder deine Bewerbung ungewollt abschwächen. Mit unseren Tipps gelingt dir ein starker Abschlusssatz für deine Bewerbung.

Der Schlusssatz ist oft das Letzte, woran sich Personaler erinnern. Im Folgenden zeigen wir dir, wie du ihn kurz, selbstbewusst und aktiv formulierst.

In diesem Artikel erfährst du:

  1. Warum der Schlusssatz so wichtig ist
  2. Wie du einen überzeugenden Abschluss formulierst
  3. Welche Schlusssätze in verschiedenen Situationen funktionieren
  4. Welche Formulierungen du vermeiden solltest

Ist bei einer Bewerbung der Schlusssatz wichtig?

Die Frage, ob im Bewerbungsschreiben bzw. Motivationsschreiben das Ende eine große Rolle spielt, lässt sich eindeutig mit Ja beantworten. Achte stets auf ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein, denn schließlich hast du im Hauptteil bereits dargelegt, warum du der richtige Kandidat für die Position bist.

Halte dich zudem an das Motto „In der Kürze liegt die Würze“. Lange, verschachtelte Sätze wirken schwerfällig, während ein überzeugender, knackiger Schlusssatz bei der Bewerbung Personaler nachhaltig beeindruckst.

Der Ton macht die Musik

Laut einer Umfrage von Jobseeker erachten weit mehr als ein Drittel der HR-Experten den Tonfall einer Bewerbung als entscheidend – künstlich klingende Formulierungen, die zu sehr nach KI klingen werden demnach von rund 41 Prozent der Befragten als negativ bewertet.

Wie beendet man eine Bewerbung?

Ein guter Schlusssatz ist nicht immer ein einzelner Satz, sondern kann als kurzer Schlussteil bis zu drei Sätze umfassen. Ziel ist es in beiden Fällen, bei der Bewerbung den Schlusssatz klar, selbstbewusst und vollständig zu formulieren – ohne Wiederholungen, Floskeln oder unnötige Länge. Je nach Situation haben sich dabei unterschiedliche funktionale Ansätze bewährt. Du kannst dich an den folgenden Herangehensweisen orientieren und diese ganz einfach in eine unserer Bewerbungsschreiben-Vorlagen einfügen. Vergiss dabei nicht, den Tonfall an das restliche Schreiben anzupassen.

Der zusammenfassend-motivierte Abschluss

Dieser Ansatz greift die eigene Eignung noch einmal knapp auf und verbindet sie mit klarer Motivation für die Position. Er eignet sich besonders für klassische Bewerbungen, bei denen Kompetenz und Interesse gleichermaßen betont werden sollen.

Gutes Beispiel:

Gerne bringe ich meine Erfahrung im Projektmanagement und meine strukturierte Arbeitsweise bei Ihnen ein und freue mich darauf, meine Motivation in einem persönlichen Gespräch zu erläutern.

Schlechtes Beispiel:

Abschließend möchte ich nochmals betonen, dass ich sehr motiviert bin und hoffe, dass meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat.

Der selbstbewusst-einladende Abschluss

Hier liegt der Fokus auf einer aktiven, souveränen Haltung gegenüber dem nächsten Schritt. Der Ton ist selbstbewusst, ohne fordernd zu wirken. Diese Variante eignet sich besonders für Stellen, die ein spezifisches Fachwissen erfordern sowie für Führungspositionen.

Gutes Beispiel:

Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch, in dem ich Ihnen meinen Mehrwert für Ihr Unternehmen näher darstellen kann.

Schlechtes Beispiel:

Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch, in dem ich Ihnen meinen Mehrwert für Ihr Unternehmen näher darstellen kann.

Der organisatorisch-klare Abschluss

Dieser Ansatz wird genutzt, um formale Informationen wie Eintrittstermin oder Kündigungsfrist unterzubringen. Wichtig ist dabei eine sachliche, klare Formulierung ohne Relativierungen oder Konjunktiv.

Gutes Beispiel:

Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 1. Juni 2026. Gerne erläutere ich weitere Details im persönlichen Gespräch.

Schlechtes Beispiel:

Eventuell könnte ich, falls alles klappt, möglicherweise ab Juni bei Ihnen anfangen.

Der prägnante Standardabschluss

Wenn bereits alles Wesentliche im Anschreiben gesagt wurde, reicht ein knapper, klarer Abschluss, der Professionalität signalisiert und den Text sauber abrundet.

Gutes Beispiel:

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe mit freundlichen Grüßen, gefolgt von der Unterschrift

Schlechtes Beispiel:

Zum Schluss bedanke ich mich nochmals herzlich für Ihre Zeit und hoffe sehr, bald von Ihnen zu hören.

Tipp: Erstelle deinen Schlusssatz nach dem Prinzip eines „Call to Action“. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Aufforderung an den Leser, tätig zu werden und dich zu kontaktieren bzw. im besten Fall zu einem persönlichen Gespräch einzuladen.

Formale Grundregeln für jeden Schlussteil

Jeder gute Schlusssatz folgt einigen grundlegenden Regeln. Hier sind unsere wichtigsten Tipps:

Unabhängig vom gewählten Ansatz gilt:

  • aktiv und ohne Konjunktiv formulieren
  • kurz und verständlich bleiben
  • Eintrittstermin oder Gehaltsvorstellungen nur bei Bedarf integrieren
  • mit Grußformel und Unterschrift abschließen

So entsteht ein Abschluss, der strukturiert wirkt und überzeugt, mit dem du einen professionellen Eindruck erweckst und positiv im Gedächtnis bleibst. Du kannst dich durch die Bewerbungsschreiben-Beispiele auf Jobseeker klicken, um dich inspirieren zu lassen – oder ganz einfach die erprobten Formulierungen nutzen, die wir im folgenden Absatz zusammengefasst haben.

Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben

Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben

Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben

Weitere Stolpersteine und einfach vermeidbare Fehler bei der Bewerbung im Allgemeinen findest du im Karriereportal von Jobseeker. Hier haben wir zahlreiche Artikel und Tipps rund um den Bewerbungsprozess und Arbeitsmarkt zusammengetragen, darunter auch die folgenden:

Erprobte Formulierungen für den Schlusssatz im Bewerbungsschreiben

In diesem Abschnitt findest du direkt einsetzbare Schlusssätze, die einerseits als Inspiration dienen und sich andererseits leicht an deine individuelle Situation anpassen lassen. Hier steht die praxisnahe Anwendung je nach Erfahrung und Dienstalter, Bewerbungsart und Tonalität im Fokus. Du kannst die unten stehenden Beispiele als Vorlage nutzen und sie bei Bedarf kombinieren. Vergiss nicht, sie bei Bedarf sprachlich an dein Anschreiben anzupassen.

Kurz & professionell

Diese Variante ist formell und etwas zurückhaltend. Sie eignet sich für klassische Bewerbungen, konservative Branchen oder Positionen, bei denen ein sachlicher Ton erwartet wird.

  • Gern stehe ich für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
  • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
  • Bei weiteren Fragen können Sie mich jederzeit kontaktieren.
  • Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören.

Selbstbewusst & überzeugend

Diese Schlusssätze unterstreichen Kompetenz und Eigeninitiative, ohne überheblich zu wirken. Sie eignen sich für erfahrene Bewerber, die eine Führungsposition anstreben oder sich für eine Tätigkeit bewerben, bei der spezifisches Fachwissen erforderlich ist.

  • Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Eignung für die ausgeschriebene Position.
  • Ich bin überzeugt, Ihr Team fachlich wie persönlich zu bereichern, und freue mich auf ein persönliches Kennenlernen.
  • Gerne erläutere ich Ihnen meinen Mehrwert für Ihr Unternehmen in einem persönlichen Gespräch.
  • Ich freue mich bereits jetzt auf Ihre Rückmeldung.

Proaktiv & lösungsorientiert

Diese modernen und dialogorientierten Formulierungen wirken aktiv und zukunftsgerichtet. Sie passen besonders gut bei Bewerbungen in modernen Unternehmen, Start-ups oder projektbezogenen Rollen.

  • Gerne bespreche ich die nächsten Schritte und Details in einem persönlichen Gespräch.
  • Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen mögliche Einsatzbereiche zu besprechen.
  • Lassen Sie uns in einem persönlichen Gespräch klären, wie ich Ihr Team optimal unterstützen kann.

Informativ & klar

Diese informativen und klar formulierten Schlusssätze eignen sich, um formale Informationen transparent unterzubringen. Sie sollten sachlich und ohne Konjunktiv formuliert sein.

  • Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der [Datum]. Gerne erläutere ich weitere Details im persönlichen Gespräch.
  • Da ich mich aus ungekündigter Position bewerbe, stehe ich Ihnen nach Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist ab dem [Datum] zur Verfügung.
  • Weitere organisatorische Details bespreche ich gerne persönlich.
  • Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei XX–XX Euro brutto pro Jahr. (nur verwenden, wenn ausdrücklich gefordert)

Wer sich aus einer ungekündigten Position heraus bewirbt, möchte seine Bewerbung mitunter diskret behandelt wissen. Ein sogenannter Sperrvermerk weist darauf hin, dass die Unterlagen vertraulich behandelt werden sollen und nur mit ausdrücklicher Zustimmung an Dritte weitergegeben werden dürfen.

Für Praktikanten & Berufseinsteiger

Bei den folgenden Formulierungen stehen Lernbereitschaft, Motivation und Entwicklungspotenzial im Vordergrund. Wenn der Lebenslauf in Sachen Erfahrung noch nicht viel hergibt, dann darf der Ton gerne engagiert und offen sein.

  • Ich freue mich auf neue praktische Herausforderungen und ein persönliches Kennenlernen.
  • Gerne überzeuge ich Sie im persönlichen Gespräch von meiner Motivation und Lernbereitschaft.
  • Ich freue mich darauf, meine theoretischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und weiter auszubauen.
  • Für mein sechsmonatiges Pflichtpraktikum stehe ich ab dem [Datum] zur Verfügung.

Fehler, die du im Abschlussatz deiner Bewerbung vermeiden solltest

Welchen Eindruck du mit deiner Bewerbung hinterlässt, entscheidet sich am Ende deines Bewerbungsschreibens. Damit du allfälligen Stolpersteinen aus dem Weg gehst, haben wir hier die häufigsten Fehler zusammengefasst – und erläutern, wie du sie vermeidest.

Fehler 1: Konjunktiv

Der Konjunktiv vermittelt Zweifel und Unsicherheit. Statt selbstbewusst aufzutreten, wirkst du zurückhaltend oder unentschlossen. Ein knackiger Schlusssatz für die Bewerbung sollte klar, aktiv und überzeugt formuliert sein.

Schlechtes Beispiel:
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich vielleicht zu einem Gespräch einladen könnten.

Fehler 2: Aufdringlichkeit oder bittender Tonfall

Formulierungen, die den Leser unter Druck setzen oder übertrieben um Aufmerksamkeit bitten, wirken nicht nur unprofessionell, sondern auch verzweifelt. Bei einer Bewerbung ist Selbstbewusstsein ist gefragt, kein Drängen.

Schlechtes Beispiel:
Bitte, bitte laden Sie mich unbedingt zu einem Vorstellungsgespräch ein – ich wäre Ihnen unendlich dankbar!

Fehler 3: Passiv statt Aktiv

Passiv wirkt distanziert und schwächt die Wirkung deines Anschreibens. Du willst durchgehend engagiert und handlungsbereit wirken – das gelingt nur mit aktiver Sprache.

Schlechtes Beispiel:
Ein Gespräch über meine Qualifikationen würde von mir sehr geschätzt werden.

Fehler 4: Floskeln und leere Standardformulierungen

Sätze wie „Ich hoffe, dass meine Bewerbung Ihr Interesse weckt“ oder „Vielen Dank im Voraus“ sind leere Worthülsen. Sie sagen nichts über dich aus und verschwenden wertvollen Platz. Bei einer Bewerbung sind Fakten, Motivation und Verfügbarkeit gefragt.

Schlechtes Beispiel:
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich hoffe, meine Bewerbung gefällt Ihnen.

Fehler 5: Rhetorische Fragen

Rhetorische Fragen im Schlusssatz sind nicht nur nichtssagend – sie wirken zudem unsicher und manipulativ. Du solltest lieber klar und direkt formulieren.

Schlechtes Beispiel:
Würden Sie mich nicht gern persönlich kennenlernen, um mehr über meine Qualifikationen zu erfahren?

Fehler 6: Abstrakte oder umständliche Formulierungen

Lange, verschachtelte Sätze verwirren und bremsen den Lesefluss. Der Schlussteil sollte ebenso wie das restliche Schreiben prägnant, verständlich und gut lesbar sein.

Schlechtes Beispiel:
In Anbetracht der Tatsache, dass ich über die erforderlichen Qualifikationen verfüge und mein Einsatzpotenzial bei Ihnen von Nutzen sein könnte, würde ich mich freuen, wenn wir bei einem persönlichen Gespräch oder im Rahmen eines Telefonats über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen könnten.

Fehler 7: Druck oder Forderungen

Sätze wie „Ich erwarte Ihre Rückmeldung“ setzen den Leser unter Druck und wirken aggressiv. Bleibe höflich, aber selbstbewusst.

Schlechtes Beispiel:
Ich erwarte Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in den nächsten Tagen.

Der perfekte Schlusssatz: Fazit

Der Schlusssatz ist das letzte, entscheidende Wort in deinem Bewerbungsschreiben. Vermeide Unsicherheiten, Passivkonstruktionen, Floskeln oder aufdringliche Formulierungen und nutze stattdessen aktive, gut strukturierte Sätze, die deine Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft vermitteln. Ein prägnanter und selbstbewusster, jedoch nicht arroganter, Abschluss, Professionalität und Engagement – also alles Dinge, die ein Personaler bzw. Arbeitgeber sucht.

Mit den Online-Tools von Jobseeker gelingt dir das mühelos: Finde passgenaue Formulierungen für ein vollständiges, überzeugendes Anschreiben mit einem Schlusssatz, der individuell an deine Situation angepasst ist. Starte noch heute und erstelle dein perfektes Bewerbungsschreiben!

Auch der Lebenslauf sollte professionell und aussagekräftig sein. Auch hier findest zu bei Jobseeker wertvolle Unterstützung mit unseren praktischen Lebenslauf-Beispielen und Lebenslauf-Vorlagen.

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Autorin
Christina Leitner, freiberufliche Journalistin und Texterin, gibt ihre langjährige Erfahrung im Bewerbungscoaching in Form praktischer Tipps und leicht lesbarer Artikel an Jobsuchende – vom Absolventen bis zur Wiedereinsteigerin – weiter.

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