Anlagen der Bewerbung: Welche sollten enthalten sein?
Von Christina Leitner, Autorin • Zuletzt aktualisiert am 2. April 2026

Anlagen der Bewerbung - darauf solltest du achten

Es ist für viele schon eine Herausforderung, ein professionelles Bewerbungsschreiben zu verfassen. Hinzu kommen Lebenslauf und die Wahl der richtigen Anlagen – wie etwa Zeugnisse, Zertifikate und weitere Nachweise deiner Qualifikationen. Wir sehen uns an, welche Anlagen bei der Bewerbung wirklich nötig sind und wie du sie per Post oder E-Mail richtig verschickst.

Du hast deinen Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben fertig erstellt? Jetzt musst du nur noch die richtigen Anlagen wählen und alle Unterlagen gesammelt versenden.

In diesem Artikel erfährst du:

  1. welche Dokumente typischerweise zu einer Bewerbung gehören
  2. warum du nur relevante und geforderte Nachweise beilegen solltest
  3. wie du deine Anlagen übersichtlich und vollständig zusammenstellst
  4. worauf du achten musst, damit deine Bewerbung professionell und überzeugend wirkt

Welche Anlagen gehören zur Bewerbung?

Wenn du dir unsicher bist, welche Anhänge bei einer Bewerbung wirklich nötig sind, hilft eine einfache Faustregel: Qualität vor Quantität. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Relevanz der jeweiligen Unterlagen für die Stelle.

Zu den wichtigsten Anlagen zählen grundsätzlich:

  • Ausbildungszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse
  • Zertifikate und Weiterbildungen
  • ggf. Arbeitsproben (je nach Branche)

Wichtig: Füge nur Dokumente bei, die einen klaren Bezug zur angestrebten Position haben. Ein fachfremder Kurs bringt dir wenig, während dein höchster Bildungsabschluss immer enthalten sein sollte – unabhängig davon, wie lange er zurückliegt.

Anlagen bei einer klassischen Bewerbung per Post

Bei der Bewerbung per Post werden alle Unterlagen in einer professionellen Bewerbungsmappe sauber und ordentlich zusammengefasst. Vermeide Heftklammern und verwende stattdessen eine hochwertige Bewerbungsmappe. Achte außerdem auf eine klare Struktur und Vollständigkeit. Die Reihenfolge sollte logisch und übersichtlich sein – du kannst dich an der folgenden Liste orientieren:

  1. Deckblatt (optional)
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. Relevante Zeugnisse (Ausbildung, Studium, Schule)
  5. Arbeitszeugnisse
  6. Zertifikate und Weiterbildungen
  7. ggf. Arbeitsproben

Anlagen bei einer Bewerbung über ein Online-Portal

Online-Portale geben meist klar vor, welche Unterlagen erforderlich sind. Die meisten Plattformen folgen einem bestimmten Muster – siehe unten:

  1. Lebenslauf hochladen
  2. Anschreiben (oft als separates Dokument erforderlich)
  3. Zeugnisse und Nachweise in den vorgesehenen Feldern
  4. ggf. zusätzliche Angaben direkt im Formular

Bei Plattformen gilt: Halte dich unbedingt an die jeweiligen Anforderungen, lade nur die geforderten Dokumente hoch und achte vor allem auf vollständige und gut lesbare Dateien. Auch die Dateinamen sollten aussagekräftig sein, damit das Programm oder der Recruiter bzw. Personaler sofort erkennt, worum es sich beim jeweiligen Dokument handelt und welcher Person es zugeordnet gehört.

Anlagen bei einer Bewerbung per E-Mail

Inhaltlich unterscheidet sich die E-Mail-Bewerbung kaum von einer klassischen Bewerbung, die ausgedruckt und per Post versendet wird. Die Struktur sollte wie folgt aussehen:

  1. Anschreiben (im E-Mail-Text oder zusätzlich als PDF im Anhang)
  2. Lebenslauf als Anhang
  3. Zeugnisse und Zertifikate als Anhang

Bei einer Bewerbung per E-Mail kommt es nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch darauf, wie du deine Unterlagen präsentierst. Damit deine Bewerbung professionell wirkt und problemlos geöffnet werden kann, solltest du einige wichtige Punkte beachten:

Das solltest du tun

  • Alle Unterlagen in einer Datei bündeln: Fasse Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen in einer einzigen PDF-Datei zusammen.
  • Aussagekräftige Dateinamen verwenden: Wähle einen klaren und professionellen Namen für deine Datei/ z. B. „Max_Mustermann_Bewerbung_als_Marketingmanager“ oder „Lisa_Schmidt_Bewerbung_Referenznummer_12345“.
  • Passendes Dateiformat wählen: Speichere deine Unterlagen als PDF, um sicherzustellen, dass dein Layout unverändert und auf allen Geräten gleich dargestellt wird.

Das solltest du vermeiden

  • Dateigröße im Blick behalten: Achte darauf, dass deine Datei nicht größer als 5 MB ist, um auch wirklich im Postfach des Empfängers anzukommen.
  • Keine ZIP-Dateien verwenden: Versende deine Bewerbung nicht als komprimierte ZIP-Datei, denn viele Unternehmen blockieren solche Dateien aus Sicherheitsgründen.
  • Keine uneindeutigen Dateinamen verwenden: Vermeide unklare oder zu allgemeine Bezeichnungen wie „Dokument1“ oder „Bewerbung_neu“.

Tipp: Falls du fremdsprachige Nachweise hast, die relevant sind, solltest du diese ins Deutsche übersetzen und beglaubigen lassen. Nicht jeder Personalverantwortliche spricht fließend Englisch und wenn es sich um eine andere Fremdsprache handelt, dann trifft das noch viel weniger zu.

Die richtige Reihenfolge der Anlagen in der Bewerbung

Egal, ob analog oder digital: Deine Anlagen sollten klar strukturiert und in einer logischen Reihenfolge eingereicht werden, damit Personalverantwortliche sich schnell orientieren können. Konzentriere dich dabei auf die wichtigsten und relevantesten Nachweise – in der Regel reichen zwei bis vier aktuelle und aussagekräftige Zeugnisse völlig aus.

Typische Reihenfolge auf einen Blick:

  • Lebenslauf
  • Höchster Bildungsabschluss
  • Arbeitszeugnisse (aktuellstes zuerst)
  • Weitere Nachweise (z. B. Zertifikate, Referenzen, Arbeitsproben)

Unwichtige oder veraltete Dokumente kannst du weglassen, während dein höchster Bildungsabschluss und zentrale Arbeitszeugnisse immer enthalten sein sollten. Falls nötig, kannst du weitere Unterlagen später nachreichen. Ziel ist eine kompakte und überzeugende Auswahl, die deine Eignung für die Stelle klar unterstreicht.

Neben den Inhalten ist auch die Reihenfolge deiner Anlagen entscheidend. Sie sollte klar, logisch und leicht nachvollziehbar sein. An erster Stelle steht der Lebenslauf. Direkt danach folgt das Zeugnis deines höchsten Bildungsabschlusses. Anschließend ordnest du deine Arbeitszeugnisse – in der Regel antichronologisch, also mit dem aktuellsten zuerst (passend zum Lebenslauf).

Zum Schluss kommen Zertifikate und Weiterbildungsnachweise, ebenfalls in antichronologischer Reihenfolge. Dabei gilt stets: Weniger ist mehr. Wenn du bereits viel Berufserfahrung hast, beschränke dich auf relevante Nachweise der letzten 5–10 Jahre. So bleibt deine Bewerbung übersichtlich.

Du hast jetzt zwar alle Unterlagen beisammen, musst aber den Lebenslauf noch fertigstellen? Auf Jobseeker findest du zahlreiche Lebenslauf-Beispiele, die du als Inspiration oder praktische Vorlage nutzen und maßgeschneidert anpassen kannst.

Wie bestimmst du bei der Bewerbung die richtigen Anlagen?

Die Wahl der richtigen Anlagen für die Bewerbung ist ebenso individuell wie das Bewerbungsschreiben oder der Lebenslauf. Kein Werdegang gleicht dem anderen und wenn du dich als Schulabgänger bewirbst, werden deine Anlagen spärlicher sein als wenn du über umfangreiche berufliche Erfahrung verfügst oder gerade ein Studium abgeschlossen hast. Es gelten aber doch einige Faustregeln, die auf jeden Bewerber zutreffen.

Auf die Anforderungen des Unternehmens und der Stelle achten

Wenn du dich auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbst, dann solltest du die Stellenanzeige genau durchlesen. Wenn du in Sachen Bewerbung bei den Anlagen eine Optimierung anstrebst, gilt: mit Bedacht und Blick auf das jeweilige Anforderungsprofil auswählen - das kann deine Chancen deutlich erhöhen. Eventuell findest du sogar konkrete Angaben dazu, welche Anlagen das Unternehmen bei der Bewerbung gerne sehen möchte.

Anlagen bei der Bewerbung als Schüler

Wenn du dich als Schüler für ein Praktikum bewirbst, sind in erster Linie die Schulzeugnisse relevant. Falls du bereits eine Aushilfstätigkeit oder einen Nebenjob hattest, solltest du um ein Arbeitszeugnis bitten und dieses der Bewerbung als Anlage beilegen. Arbeitgeber sehen es gerne, wenn Schüler engagiert sind und bereits praktische Erfahrung gesammelt haben, auch dann, wenn diese wenig mit dem angestrebten Praktikum zu tun haben.

Anlagen bei der Bewerbung als Hochschulabsolvent

Gerade bei Hochschulabsolventen können die Anlagen ausschlaggebend für den Erfolg einer Bewerbung sein. Die meisten Studienabgänger werden bereits Erfahrung in Form von Praktika haben, die sie mit Zeugnissen oder Nachweisen belegen können. Hier sollten allerdings nur relevante Nachweise ausgewählt werden, es können dafür aber auch Zeugnisse aus anderen Berufsfeldern angehängt werden, solange sich Verknüpfungspunkte zur neuen Tätigkeit erkennen lassen. Anders als Schulabgänger sollten Hochschulabsolventen nur den höchsten Abschluss mit einem Zeugnis belegen.

Anlagen bei einer Bewerbung mit wenig Berufserfahrung

Falls du erst ein oder zwei Jahre im Berufsleben stehst, hast du selbstverständlich noch keine umfangreiche Berufserfahrung vorzuweisen. Daher macht es Sinn, Neben- oder Aushilfstätigkeiten anzugeben, selbst dann, wenn diese weniger mit dem neuen Beruf zu tun haben. Ein gutes Arbeitszeugnis gibt immerhin auch Aufschluss über deine Eigenschaften und damit kannst du dem Leser einen ersten Eindruck von deiner Person vermitteln.

Anlagen bei einer Bewerbung mit umfangreicher Berufserfahrung

Wenn du bereits über langjährige Berufserfahrung verfügst, wirst du vermutlich auch einiges an Referenzen und Zeugnissen vorweisen können. In einem solchen Fall solltest du eine Vorauswahl treffen und nur jene Unterlagen als Anlagen verwenden, die einen Bezug zur angestrebten Stelle haben. Du solltest dich dabei auch an der Aktualität orientieren und Zeugnisse, die bereits weit zurückliegen, gegebenenfalls aussortieren. Auch mittelmäßige bis schlechte Arbeitszeugnisse tragen nicht wirklich zum Erfolg einer Bewerbung bei.

Wie gibst du deine Anlagen bei der Bewerbung richtig an?

Wenn du deiner Bewerbung Dokumente beilegst, solltest du diese im Anschreiben kurz erwähnen. Üblich ist ein Hinweis am Ende des Schreibens, oft einfach mit dem Vermerk „Anlagen“ oder einer kurzen Auflistung. So weiß der Empfänger sofort, dass weitere Unterlagen folgen.

Wichtig dabei:

  • Die Bezeichnungen sollten klar und eindeutig sein
  • Die Angaben im Anschreiben müssen zu den tatsächlich beigefügten Dokumenten passen
  • Verwende eine einheitliche und übersichtliche Darstellung

Du kannst die Anlagen entweder knapp zusammenfassen (z. B. „Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate“) oder einzeln aufführen – besonders dann, wenn bestimmte Nachweise für die Stelle wichtig sind.

Tipp

Bei umfangreichen Bewerbungen sorgt ein separates Anlagenverzeichnis für zusätzliche Klarheit. Dort listest du alle Dokumente sauber und nummeriert auf – das erleichtert die Orientierung und wirkt besonders strukturiert.

Typische Fehler, die du beim Anhängen von Anlagen in Bewerbungen vermeiden solltest

Selbst bei sorgfältig vorbereiteten Bewerbungen passieren häufig kleine Fehler – besonders bei den Anlagen. Damit deine Unterlagen professionell wirken, solltest du die folgenden typischen Stolperfallen unbedingt vermeiden:

Irrelevante Anlagen: Zertifikate oder Nachweise ohne Bezug zur Stelle wirken eher störend. Prüfe besonders bei mehreren Bewerbungen sorgfältig, ob wirklich nur passende Dokumente enthalten sind.

Unvollständige oder fehlerhafte Anlagen: Fehlende oder falsche Dokumente wirken unprofessionell und können trotz guter Bewerbung zum Ausschluss führen. Kontrolliere daher alle Unterlagen vor dem Versand gründlich.

Unangemessene Anlagenformate: Verwende keine Originale, sondern nur hochwertige Kopien. Bei Online-Bewerbungen gilt: alles als eine PDF-Datei (idealerweise unter 5 MB) versenden, um Probleme beim Öffnen zu vermeiden.

Vergiss nicht die wichtigste Anlage: deinen Lebenslauf

Bei allen Anlagen gilt: Der Lebenslauf ist das zentrale Dokument deiner Bewerbung. Oft ist er das Erste, was Personalverantwortliche prüfen – und damit entscheidend für den ersten Eindruck. Achte deshalb darauf, dass deine Vita aktuell, übersichtlich und klar auf die Stelle zugeschnitten ist.

Um dir die Erstellung zu erleichtern, kannst du auf praktische Tools zurückgreifen. Mit den Tools von Jobseeker erstellst du schnell einen professionellen Lebenslauf, der alle wichtigen Informationen strukturiert darstellt und optisch überzeugt.

Ergänzend zu den Lebenslauf-Vorlagen findest du dort auch passende Bewerbungsschreiben-Muster und ein Karriereportal mit hilfreichen Inhalten rund um deine Bewerbung – so stellst du sicher, dass nicht nur deine Anlagen vollständig sind, sondern deine gesamte Bewerbung einen starken Eindruck hinterlässt.

Anlagen bei der Bewerbung: Häufig gestellte Fragen

Wie weise ich Anlagen korrekt im Bewerbungsschreiben aus?

Im Bewerbungsschreiben solltest du die Anlagen ganz zum Schluss klar auflisten, damit Personalverantwortliche sofort sehen, welche Dokumente beiliegen. Das wirkt professionell und strukturiert. Wenn du unsicher bist, wie diese Auflistung aussehen sollte, helfen Bewerbungsschreiben-Beispiele weiter, die zeigen, wie du Anlagen korrekt einbindest und gleichzeitig dein Bewerbungsschreiben überzeugend abschließt.

Kann ich Originalzeugnisse mit meiner Bewerbung mitschicken?

Nein, bei der Bewerbung werden immer nur Kopien verwendet. Originale solltest du gut aufbewahren, da sie später noch für andere Bewerbungen oder Vorstellungsgespräche benötigt werden. Achte auf hochwertige Scans bzw. Kopien, um sicherzustellen, dass deine Unterlagen professionell wirken.

Kann ich Zertifikate von Online-Kursen beilegen?

Wenn sie relevant für die angestrebte Position sind, kannst du Nachweise von Online-Kursen beilegen. Achte darauf, dass die Zertifikate offiziell ausgestellt und nachvollziehbar sind, zum Beispiel durch einen anerkannten Anbieter, eine Prüfungsnummer oder einen Link zum Nachweis des Kurses. Bei sehr vielen Kursen wähle nur die wichtigsten aus, um die Bewerbung nicht zu überladen.

Was tun, wenn ein Zeugnis oder Zertifikat fehlt?

Wenn ein Dokument zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vorliegt, kannst du im Anschreiben oder in der Anlagenliste einen Hinweis hinzufügen, dass es nachgereicht wird. So zeigst du Transparenz und Sorgfalt. Sobald du das fehlende Zeugnis hast, solltest du es umgehend per E-Mail oder postalisch nachreichen und dabei immer auf die ursprüngliche Bewerbung Bezug nehmen.

Wie sollte ich Zeugnisse aus verschiedenen Ländern einordnen?

Wenn du Zeugnisse aus dem Ausland einreichst, ist es wichtig, dass sie für deutsche Personalverantwortliche verständlich und korrekt einzuordnen sind. Lass die Dokumente übersetzen sowie beglaubigen und behalte die Originale griffbereit. Bei mehreren ausländischen Nachweisen empfiehlt es sich, diese übersichtlich zusammenzufassen und chronologisch, passend zum Lebenslauf, zu ordnen.

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Autorin
Christina Leitner, freiberufliche Journalistin und Texterin, gibt ihre langjährige Erfahrung im Bewerbungscoaching in Form praktischer Tipps und leicht lesbarer Artikel an Jobsuchende – vom Absolventen bis zur Wiedereinsteigerin – weiter.

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